Die Werkstatt-Gruppe

Im Bürgerdialog „St. Bernhard im Gespräch" arbeitet eine Werkstatt-Gruppe aus 20 Bürgerinnen und Bürgern in zwei 1,5-tägigen Workshops. Sie vertieft, was im Dialogforum aufgekommen ist, und erarbeitet Empfehlungen zu den gestaltbaren Aspekten des möglichen Windkraftsprojekts.

Was die Gruppe tut und was nicht

Die Werkstatt-Gruppe erarbeitet Empfehlungen an den Gemeinderat: welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit ein Windkraftprojekt für die Gemeinde tragfähig ist. Ganz wichtig: Die Gruppe entscheidet nicht über das Projekt - diese Entscheidung liegt beim Gemeinderat.

Kriterien für die Zusammensetzung

Ziel war eine möglichst breite Abbildung der Gemeinde. Berücksichtigt wurden:

  • Ortsteile
  • Alter
  • Geschlecht
  • Bildungsgrad

Zudem sind in der Gruppe ganz bewusst Menschen vertreten, die unterschiedliche Positionen zum möglichen Windkraftprojekt mitbringen.

Ausschlussgründe

Damit die Gruppe unbefangen beraten kann, können folgende Personen nicht teilnehmen:

Aktuelle Funktionsträgerinnen und Funktionsträger der Gemeinde. Die Gruppe erarbeitet Empfehlungen für den Gemeinderat, Empfängerinnen und Absender können nicht dieselben sein.

  • Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer mit möglicher Windkraft auf ihren Flächen.
  • Personen mit erheblichem wirtschaftlichem Interesse am Ausgang. Als erheblich gilt ein Interesse, das das eigene Vermögen oder Einkommen in relevanter Größenordnung betrifft, unmittelbar an diesem Projekt hängt und über die allgemeine Betroffenheit hinausgeht, die viele in der Gemeinde teilen. Das gilt für erwarteten Gewinn ebenso wie für erwarteten Schaden.
  • Nahe Verwandte innerhalb der Gruppe.
  • Personen mit Eltern oder Kindern im Gemeinderat.
  • Personen mit Zweitwohnsitz in St. Bernhard-Frauenhofen.


Dazu kommt die Verfügbarkeit: Die beiden Workshops bauen aufeinander auf, die Verfügbarkeit an beiden Terminen war Voraussetzung.

 

Wer den Prozess begleitet

GUSTA (Guttmann & Stagl Consult GmbH) konzipiert und begleitet Beteiligungsprozesse zu Infrastrukturvorhaben. In St. Bernhard-Frauenhofen übernimmt GUSTA die Prozessgestaltung und Moderation.

Unsere Rolle ist die einer allparteilichen Dritten: Wir vertreten weder die Gemeinde noch die Projektentwicklerin und haben kein Interesse an einem bestimmten Ergebnis. Allparteilich heißt, dass wir uns für alle Beteiligten gleichermaßen einsetzen und dafür sorgen, dass jede Position im Prozess vorkommt und gehört wird.

Sich einbringen, ohne Werkstatts-Gruppe

Die Werkstatt-Gruppe ist nur einer von mehreren Wegen. Wer nicht in der Gruppe ist, kann sich genauso beteiligen.

  • Dialogforum am 8. September, 17:00 bis 20:00, Windburn Groß-Burgstall. Offen für alle. Fachleute zu Raumordnung, Naturschutz und Technik beantworten Fragen, und in moderierten Kleingruppen entsteht der Anliegen-Katalog.
  • Anliegen-Katalog. Er sammelt, was den Menschen in der Gemeinde wichtig ist, wird veröffentlicht, geht an den Gemeinderat und ist zugleich die Arbeitsgrundlage der Werkstatt-Gruppe. Was beim Dialogforum eingebracht wird, wirkt also im weiteren Verfahren.
  • Schriftlich: Wer am 8. September verhindert ist oder ein weiteres Anliegen hat, kann es jederzeit an die Gemeinde schicken. Wir nehmen es auf.
  • Stakeholder-Gespräche: Für Organisationen und Interessenvertretungen führt GUSTA Stakeholderinterviews. Die Gespräche werden protokolliert und fließen in den Anliegen-Katalog ein.